GLU-Mn​

GLU-Mn ist ein wichtiger Mikronährstoff für Pflanzen, der zur Korrektur von Mn-Mangel eingesetzt wird.

Mangan wird als zweiwertiges Mangan (+2) aufgenommen und vom Xylem entweder in diesem Zustand oder in einer Lösung mit organischen Säuren getragen.

Mn spielt eine Schlüsselrolle im enzymatischen System der Pflanzen und deren Aktivierung (z.B. aktiviert es das in den Mitochondrien wirkende Mn-isoenzym und reduziert die Schädigung von Sauerstoffradikalen (Bower et al. 1992).

Mn bezieht sich auf die Energieabsorption durch die Induktion der Übertragung von Elektronen (Enzym, das auf die als Mn-Komplex bekannten Thylakoide wirkt), die die für die Hügelreaktion notwendige Kraft fördern (bei der Photosynthese). Es aktiviert auch mehrere Enzyme als Co-Faktor und beeinflusst die Biosynthese der von Pflanzen benötigten aromatischen Verbindungen (wie Flavonoiden).

Mn beeinflusst das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen, indem es den oxidativen Abbau der Indolessigsäure (A.I.A.) katalysiert, die auch an der Synthese essentieller Fettsäuren beteiligt ist.

Ein Manganmangel beeinflusst die Stoffwechselsysteme vieler Nutzpflanzen wie: Produktion, Photosynthese, Wurzelwachstum, Gehalt an löslichem N, Gehalt an löslichen Kohlenhydraten, Hormonregulation und Synthese von sekundären Verbindungen (Phenol, Lignin, Gibberellinsäure, Chlorophyll, etc.).

Sehr oft reduziert Mn die Intensität von krankheitserregenden Pilzen und Bakterien, indem es seine Verfügbarkeit erhöht, z.B. bei Gaeumannomyces graminis bei Getreide (Graham, 1983) und Zitrusfrüchten.

Bei “Fettflecken” Mycosphaerella citri (Timmer und Zitko, 1995), Phytophtora infestans bei Kartoffeln (Baba, 1958) und Magnoporte grisea “Kartoffelfäule” bei Reis (Cheng, 2005).

Es gibt auch Berichte über die Reduktion der Fusariose bei Tomaten (Mandal et al., 1992).

Der Mangel an Mn ist in vielen Kulturen verbreitet, insbesondere bei Getreide, Reis und verschiedenen Obstbäumen und Gemüsesorten.

Es ist bekannt, dass dieser Mangel auch mit bestimmten landwirtschaftlichen Praktiken (z.B. übermäßiger Verwendung von Nitraten), wiederholter Monokultur oder Bedingungen wie sandigen, trockenen oder alkalischen Böden zusammenhängt.